Formaldehyd weiter im Fokus

 

Die Regulierungen zur Emission von Formaldehyd in Verbraucherprodukten bleiben weiter im Fluss. Derzeit laufen Konsultationen der ECHA zur Einführung eines europaweiten Grenzwertes von 0,124 mg/m³, gemessen nach EN ISO 717-1. Zu erwarten ist dann eine Aufnahme in die REACh Anhang XVII-Liste.

Kleidung, andere Textilien mit Hautkontakt und Schuhe, welche in der Verordnung (EU) 2018/1513 aufgeführt werden, sollen davon ausgenommen sein. (Schon beschlossen ist, dass ab dem ersten November 2020 hier der Grenzwert auf 300 mg/kg festgelegt und folgend im Jahr 2023 auf 75mg/kg abgesenkt wird. Biozide nach der Verordnung (EU) 528/2012 sind hiervon ausgenommen.)

Der Regulierungsvorschlag entspricht dem „alten“, für Deutschland in der ChemVerbV noch bis 31.12.19 geltenden Grenzwert für Holzwerkstoffe. Dieser wird bekanntlich zum 1.1.2020 nach der neuen Methode EN 16516 bestimmt und zu einer weiteren Absenkung der Formaldehydemission führen wird.

Formaldehyd wird auch neu in der Spielzeugrichtlinie aufgenommen. Die Änderung reguliert die Grenzwerte für Materialen, die dazu bestimmt sind, in den Mund genommen zu werden. Es werden Grenzwerte für Polymere, Textilien, Leder, Papier und andere Materialien genannt. Hiermit werden die Anforderungen der Norm EN 71-9 teilweise verschärft.

Betroffene:

Hersteller

Anforderungen:

Einhaltung der Grenzwerte wird verbindlich, Änderungen ab 1.1.2020 und später

Empfehlung:

Die Vorhaben sind noch nicht rechtskräftig. Stellen Sie aber schon jetzt bei Ihren Zulieferern sicher, dass die Produkte den oben genannten Anforderungen entsprechen bzw. bereiten Sie sie auf Verschärfungen vor. Um, auch im Hinblick auf weitere Schadstofflimitierungen, die Kosten im Griff zu behalten, empfiehlt sich ein risikobasiertes Prüfmanagement.

Die TMK bietet ihnen entsprechend optimierte Prüfpläne an.

Marktüberwachungsverordnung: Jetzt Konformität sicherstellen und profitieren

 

Wie Sie selbst am besten wissen, ist es schwierig, immer alle Vorschriften beim Verkauf von Produkten zu kennen und einzuhalten. Das Thema RoHS ist ein aktuelles Beispiel dafür.

Genau aus diesem Grund informieren wir Sie bereits heute über die neue EU-Verordnung über die Marktüberwachung und die Konformität von Produkten (Marktüberwachungsverordnung), die am 25. Juni 2019 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wurde.

Aus unserer Sicht handelt es sich bei der Marktüberwachungsverordnung um eine der wichtigsten Maßnahmen der EU, um den illegalen Wettbewerb (z.B. aus Drittländern) zu unterbinden.

Marktüberwachungsverordnung schnell erklärt
Die neue Verordnung trifft EU-weit einheitliche Regelungen zur Konformität und Marktüberwachung für Produkte. Zielsetzung ist es, für einen besser funktionierenden Binnenmarkt Wettbewerbsverzerrungen abzubauen und die Produktsicherheit zu fördern. Die Marktüberwachungsverordnung nimmt insbesondere Bezug auf die veränderten Bedingungen und Herausforderungen eines global agierenden e-Commerce und Onlinehandels: Es sollen nicht nur innerhalb der EU-Mitgliedstaaten gemeinsame Aktionen zur Marktüberwachung gefördert werden. Die neue Verordnung sieht nicht nur die Zusammenarbeit mit Drittländern und internationalen Organisationen vor, sondern auch produktbezogene Kontrollen vor der Ausfuhr aus Drittländern. In der Marktüberwachungsverordnung ist klar geregelt, dass Produkte in der EU nur auf dem Markt bereitgestellt werden dürfen, wenn es einen verantwortlichen Wirtschaftsakteur (z.B. auch einen Bevollmächtigten) mit Sitz in der EU gibt. Hierbei sei auch erwähnt, dass der Begriff „Inverkehrbringen“ neu definiert wurde. So gilt ein Produkt im Bereich des Onlinehandels schon dann als in Verkehr gebracht, wenn ein Angebot an einen in der EU ansässigen Endnutzer innerhalb eines Mitgliedstaates gerichtet wird. Erstmalig wird hier auch die Rolle von Marktplätzen und Fulfilmentdienstleistern berücksichtigt.

Pflichten aus der Marktüberwachungsverordnung
Fulfilmentdienstleister, aber auch der Hersteller, sein Bevollmächtigter oder der Importeur werden zusammenfassend als verantwortliche Wirtschaftsakteure bezeichnet. Sofern es keinen Hersteller, Bevollmächtigten des Herstellers oder Importeur innerhalb der EU gibt, sind die Marktplatzbetreiber bzw. Fulfilmentdienstleister verantwortlich.

Für alle Wirtschaftsakteure gelten dieselben Pflichten (Auszug):

  • Überprüfungspflicht, dass eine Konformitätserklärung/Leistungserklärung erstellt wurde
  • Bereithaltung der Konformitätserklärung/Leistungserklärung für die Marktüberwachungsbehörden
  • Technische Dokumentationen müssen der Marktüberwachung zur Verfügung gestellt werden
  • Informationspflichten, wenn ein Produkt ein Risiko darstellt
  • Zusätzlich gelten für bestimmte Produkte eindeutige Kennzeichnungspflichten

So profitieren Sie von der Marktüberwachungsverordnung
Die neue Marktüberwachungsverordnung tritt zum 16. Juli 2021 in Kraft und wird den Marktüberwachungsbehörden umfassende, länderübergreifende Kompetenzen sowie den gegenseitigen Informationsaustausch ermöglichen. Auch die Endnutzer werden bei der Information der Behörden eine Rolle spielen. Daher empfehlen wir Ihnen, sich bereits jetzt vorzubereiten und Konformitätslücken zu schließen, um bei Inkraftsetzung der Marktüberwachungsverordnung gegenüber nicht-konformen Wettbewerbern im Vorteil zu sein. So können Sie von den umfassenden Möglichkeiten der Vollzugsbehörden profitieren, anstatt diese fürchten zu müssen. Es ist auch davon auszugehen, dass Vertreiber, Fulfilmentdienstleister und Marktplätze schon deutlich vor Inkrafttreten der Verordnung verstärkte Kontrollen der Herstellerprodukte durchführen werden, um gegenüber den Marktaufsichtsbehörden nicht selber in Erklärungsnot zu kommen. Bitte bedenken Sie: Alle von der neuen Verordnung umfassten Vorschriften gelten bereits jetzt, die neue Marktüberwachungsverordnung liefert nur einen neuen, verschärften Handlungsrahmen.

TMK hilft Ihnen
Nutzen Sie ab sofort das kostenlose Gespräch mit Ihrem TMK-Berater, um Konformitätslücken in Ihrem Produktportfolio zu identifizieren und sich schon jetzt über Konsequenzen und Möglichkeiten für Ihr Geschäft zu informieren. TMK stellt Ihnen in Zusammenarbeit mit ihrer Schwester, der take-e-way GmbH, umfassende Dienstleistungen (diverse Prüfdienstleistungen, Gestellung eines Bevollmächtigten, Vorbereitung der Konformitätserklärung, etc.) bereit, um rechtzeitig zum 16. Juli 2021 den Anforderungen der Marktüberwachungsverordnung zu entsprechen.

Das TMK-Team steht Ihnen unter 040/540 90 410-8 oder info@retailconsult.info unter dem Stichwort „Marktüberwachung“ zur Verfügung. Über weitere Details und Lösungen zur Marktüberwachungsverordnung halten wir sie in den kommenden Monaten informiert.

Strengerer Umgang mit Phthalaten – Weichmacher

 

Die auch als Weichmacher bekannten Substanzen, werden fortan noch schärfer reguliert. Am 18. Dezember 2018 wurde ein Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht, in dem bekannt gegeben wurde, dass die vier Weichmacher DEHP, DIBP, BBP und DBP fortan in den Anhang XVII der REACh-Verordnung aufgenommen wurde. Dies betrifft Spielzeuge und Babyartikel.
Eine weitere Änderung tritt am 7. Juli 2020 in Kraft, welche dann zusätzlich Verbraucherprodukte umfassen wird. Der neue Grenzwert ist 1000ppm oder 0,1%.

Betroffene:

Hersteller und Inverkehrbringer

Anforderungen:
Besondere Vorsicht bei der Überwachung des Produktionsprozesses
Sicherstellen, dass der Grenzwert eingehalten wird oder ggf. genaue Deklaration der enthaltenen Stoffe, sofern Grenzwert überschritten.

Unsere Empfehlung:

Stellen sie die Produktion schnellstmöglich um, damit sie bereits vorweg die Vorschriften erfüllen.
Stellen sie zusätzlich schon bei ihren Zulieferern sicher, dass die Produkte auf Stoffe in der Verbotsliste nach REACh überprüft wurden. Des Weiteren empfehlen wir, dass sie sich von ihren Lieferanten eine Erklärung zur chemischen Unbedenklichkeit unterschreiben lassen.

Wir von der TMK helfen ihnen, ihre Dokumentation konform zu gestalten und bieten ihnen Prüfpläne, welche ihre Laborkosten minimieren.

Ab 22. Juli 2019 fallen alle Elektrogeräte unter die RoHS-Richtlinie

 

Wir beraten Sie kostenlos zum Thema RoHS und bieten Ihnen gemeinsam mit akkreditierten Prüfinstituten speziell für Händler zugeschnittene Dienstleistungen in drei Stufen an.

Die RoHS-Richtlinie (RoHS = Restriction of Hazardous Substances) legt Bestimmungen für die Beschränkung der Verwendung von gefährlichen Stoffen in Elektro- und Elektronikgeräten zum Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt fest, einschließlich der umweltgerechten Verwertung und Beseitigung der Geräte. Deutschland hat die RoHS-Richtlinie vom Elektrogesetz entkoppelt und sie in Form der Elektrostoffverordnung (ElektroStoffV) umgesetzt.

Ab dem 22. Juli 2019 gilt der so genannte offene Anwendungsbereich der RoHS-Richtlinie, womit dann erstmals alle Elektro- und Elektronikgeräte in den RoHS-Anwendungsbereich fallen, sofern sie nicht explizit von der Richtlinie ausgeschlossen sind. Nicht nur der Anwendungsbereich wird ab dem 22. Juli erweitert, sondern auch die Liste der zu beschränkenden Substanzen. Eine Übersicht, welche Geräte in den Anwendungsbereich fallen und welche nicht, finden Sie hier:

Im RoHS-Anwendungsbereich sind

  • Elektro- und Elektronikgeräte, die zu ihrem ordnungsgemäßen Betrieb von elektrischen Strömen oder elektromagnetischen Feldern abhängig sind, und
  • Geräte zur Erzeugung, Übertragung und Messung solcher Ströme und Felder, die für den Betrieb mit Wechselstrom von höchstens 1.000 Volt bzw. Gleichstrom von höchstens 1.500 Volt ausgelegt sind.
  • Wichtig ist, dass zur Erfüllung mindestens einer der beabsichtigten Funktionen elektrische Ströme oder elektromagnetische Felder benötigt werden. Dazu gehören auch
  • alle Kabel mit einer Nennspannung von weniger als 250 Volt, die als Verbindungs- oder Verlängerungskabel zum Anschluss von Elektro- oder Elektronikgeräten an eine Steckdose oder zur Verbindung von zwei oder mehr Elektro- oder Elektronikgeräten dienen.

RoHS gilt nicht für zum Beispiel:

  • Waffen, Munition und Kriegsmaterial
  • Weltraumausrüstung
  • ortsfeste industrielle Großwerkzeuge
  • ortsfeste Großanlagen
  • Verkehrsmittel zur Personen- oder Güterbeförderung
  • teilweise bewegliche Maschinen

RoHS soll sicherstellen, dass in Verkehr gebrachte Elektrogeräte einschließlich Kabeln und Ersatzteilen keine der Stoffe bzw. nicht mehr als die Konzentrationshöchstwerte in homogenen Werkstoffen enthalten, die im Anhang II der RoHS-Richtlinie aufgeführt sind. Hieraus ergeben sich zum Beispiel folgende

Pflichten für Hersteller, Importeure und Vertreiber (Auszug!):

  • Hersteller müssen unter anderem gewährleisten, dass ihre Geräte im Sinne von RoHS entworfen und hergestellt wurden. Sie erstellen die erforderlichen technischen Unterlagen und führen eine interne Fertigungskontrolle durch. Wurde mit den genannten Verfahren nachgewiesen, dass die Geräte den Anforderungen entsprechen, stellt der Hersteller eine EU-Konformitätserklärung aus und bringt am fertigen Produkt die CE-Kennzeichnung an. Die technischen Unterlagen und EU-Konformitätserklärungen müssen über einen Zeitraum von 10 Jahren ab dem Inverkehrbringen aufbewahrt werden.
  • Importeure dürfen nur RoHS-konforme Geräte in der Union in Verkehr bringen und müssen unter anderem vorher gewährleisten, dass der Hersteller entsprechende Konformitätsbewertungsverfahren durchgeführt, das Gerät mit der CE-Kennzeichnung versehen und die erforderlichen Unterlagen beigefügt hat.
  • Vertreiber müssen unter anderem überprüfen, ob das Gerät mit der CE-Kennzeichnung versehen ist und ob die erforderlichen Unterlagen in einer Sprache beigefügt sind, die von den Verbrauchern und sonstigen Endnutzern in dem Mitgliedstaat leicht verstanden werden kann, in dem das Gerät auf dem Markt bereit gestellt wird.

Je nachdem, ob Sie Hersteller, Importeur oder Vertreiber sind, entstehen weitere Pflichten, insbesondere bzgl. der Angaben auf dem Produkt, der Verpackung oder in den Unterlagen, bzgl. der Rücknahme oder des Rückrufs von Produkten sofern Produkte nicht RoHS-konform sein sollten oder bzgl. der Kooperation mit Behörden oder Ihrer Verantwortlichkeit. Zudem können auch Fulfillment-Dienstleister und andere Vermittler von Produkten von RoHS betroffen sein, sofern sie die gleichen Pflichten wie die Händler übernehmen sollten. Die Höhe der Sanktionen bei Zuwiderhandlung richtet sich nach der Elektrostoffverordnung bzw. den im Kreislaufwirtschaftsgesetz/Produktsicherheitsgesetz festgelegten Sätzen.

Wir helfen Ihnen:
Wir beraten Sie kostenlos zum Thema RoHS und bieten Ihnen gemeinsam mit akkreditierten Prüfinstituten speziell für Händler zugeschnittene Dienstleistungen in drei Stufen an, damit Sie Ihrer Verantwortung als Hersteller, Importeur oder Vertreiber wirtschaftlich gerecht werden können:

  1. Dokumentencheck anhand von Bauteilezertifikaten, Prüfberichten und sonstigen Nachweisen (schnelle Prüfung, ob die Ihnen vorgelegten Zertifikate vertrauenswürdig sind und mit den gelieferten Produkten übereinstimmen)
  2. RoHS-Screening durch akkreditierte Prüfinstitute (kostengünstige RFA-Methode liefert Anhaltspunkte, ob und wo Schadstoffe im Produkt gemäß RoHS vorhanden sind)
  3. Chemische Analyse (Bei auffälligen Ergebnissen des RoHS-Screenings beziehungsweise Grenzwertnähe schließt sich die präzise chemische Analytik zur Ermittlung der tatsächlichen Stoffkonzentrationen an)

Für Ihre Fragen steht Boris Berndt gerne unter 040 / 540 90 410 – 0 oder info@retailconsult.info zur Verfügung. Sofern Sie weiteren Informationsbedarf haben bzw. Schulungen zum Thema RoHS benötigen, finden Sie hier unsere Seminar-Übersicht.

Die Folgen Großbritanniens Austritts aus der EU für die Produktkonformität

 

Großbritannien wird mit dem Austritt aus der EU zu einem Drittstaat, wodurch das Inverkehrbringen neuer Produkte von und in die UK erschwert wird. Passiert dies ohne ein relevantes Abkommen, so ändert sich die Rolle von Wirtschaftsakteuren in der EU. Der Einführer von Produkten aus Großbritannien wird dann zum Importeur in die verbleibende EU-27 und hat im Wesentlichen dieselben Pflichten wie ein Importeur von Waren aus China. Notifizierte Stellen, z.B. nach der Richtlinie für Persönliche Schutzausrüstung oder Medizinprodukte, in Großbritannien verlieren ihren Status. Damit sind durch sie zertifizierte Produkte nicht mehr als konform zu vermuten.

Betroffene:

Händler, die Ware aus Großbritannien beziehen sowie Importeure und Hersteller, die für das CE-Konformitätsverfahren für ihre Produkte bislang eine notifizierte Stelle in Großbritannien nutzten.

Anforderungen:

Produkte aus Großbritannien müssen einem Konformitätsverfahren innerhalb der EU-27 entsprechen

Unsere Empfehlung:

Da weder Termin noch Austrittsreglement derzeit bekannt sind, ist die Absicherung von Produkten durch benannte Stellen in Großbritannien nicht zu empfehlen. Waren aus Großbritannien sollten wie Importwaren behandelt werden.

Die TMK stellt Händlern und Importeuren vorsorglich belastbare Absicherungskonzepte bereit.

Recycling von Elektroschrott wird durch neuen POP-Grenzwert (Persistent Organic Pollutants) erschwert

 

Das EU-Parlament einigte sich am 20.02.2019 auf neue Grenzwerte für bromierte Diphenylether, welche als Flammenschutzmittel vorkommen. Polybromierte Diphenylether (PBDE), bereits bekannt durch die RoHs-Richtlinie, werden nun in diesem Entschluss neu geregelt, der Grenzwert wird halbiert. Für DecaBDE gilt aber weiterhin bei Elektrogeräten nur der RoHS-Grenzwert. (Quelle)

Betroffene:
Händler, Importeure und Hersteller

Anforderungen:
Materialien von Produkten dürfen in Summe nur noch nur 500 ppm an BDEs enthalten; für DecaBDE als einzelne Substanz gilt 10 ppm.

Empfehlung:
Die Einigung ist noch nicht rechtskräftig. Stellen sie aber schon jetzt bei ihren Zulieferern sicher, dass die Produkte den oben genannten Anforderungen entsprechen. Um, auch im Hinblick auf weitere Schadstofflimitierungen, die Kosten im Griff zu behalten, empfiehlt sich ein risikobasiertes Prüfmanagement. Die TMK bieten ihnen entsprechend optimierte Prüfpläne an.

Wichtig bei Elektroprodukten: das Einhalten der RoHs-Richtlinie

 

Das Schnellwarnsystem für gefährliche Produkte „RAPEX“ zeigt vermehrt Elektroprodukte auf, welche die RoHs-Richtlinie nicht einhalten. Aufgrund dieses Sachverhaltes ist die Marktüberwachung nun besonders präsent. Überprüft werden vor Allem die Grenzwerte für die beschränkten Substanzen nach RoHs und POP (Persistent organic pollutants) – ein Beispiel hierfür sind die kurzkettigen, chlorierten Paraffine, auch SCCP genannt.

Betroffene:
Händler und Inverkehrbringer

Anforderungen:
Einhalten der RoHs-Richtlinie mit belastbarer und aktueller Dokumentation

Sofern Sie zuvor alle Anforderungen der RoHs-Richtlinie erfüllt haben, besteht kein weiterer Handlungsbedarf.

Unsere Empfehlungen:
Achten Sie darauf, dass ihre Dokumentation vollständig ist. Stellen Sie sicher, dass die Produkte, die Sie verkaufen, EU-konform sind, dazu gehört z.B. ein Prüfnachweis für NSR und EMV.
Sollten Ihre Produkte auffällig werden, kann dies einen Produktrückruf und eventuelle rechtliche Folgen nach sich ziehen.
Die TMK hilft Ihnen dabei, Ihre Dokumentation konform zu gestalten und sicherzustellen, dass Ihre Produkte die Anforderungen erfüllen.

Seperate ROHS Kennzeichnung unzulässig

Was Sie jetzt beachten müssen

Bericht aus der Praxis: „Immer noch kennzeichnen viele Hersteller und Importeure ihre Elektroprodukte mit einem RoHS-Logo. Dabei gilt bereits seit dem 01.01.2013 die RoHS-Richtlinie 2011/65/EG, die einzig das CE-Zeichen als RoHS-Kennzeichnung zulässt. Alle anderen Kennzeichnungen sind nicht mehr gestattet.“

Damit solche eigentlich trivialen Fehler vermieden und somit Schaden von Seiten der Marktaufsichtsbehörden oder Abmahnanwälten vom Importeur oder Hersteller abgewendet kann, führt die TMK Retail Service & Consulting u.a. Kennzeichnungsprüfungen für Produkte vor dem Inverkehrbringen durch.

Neue Drohnenverordnung

Seit 1.10.17 gilt die neue Drohnenverordnung! Neben einigen anderen Anforderungen gilt, dass Drohnen über 250 g Gewicht nun neben einer Kennzeichnung nach dem Produktsicherheitsgesetz (ProdSG), auch noch mit einer Plakette des Nutzers gekennzeichnet sein müssen.
TMK Retail Service & Consulting bietet allen Herstellern, Importeuren und Händlern Hilfestellung zur rechtsicheren Vermarktung Ihrer Produkte

Fehlende CE-Kennzeichnung

Fehlende CE-Kennzeichnung auf dem Produkt ist ein Wettbewerbsverstoß.
Das OLG Köln hat im Urteil vom 25.10.2017 (Aktenzeichen 6 U 194/16) entschieden, dass das CE-Zeichen auf dem Produkt anzubringen ist, wenn die Mindestgröße von 5 mm eingehalten werden kann. Im vorliegenden Fall handelte es sich um einen Beleuchtungskörper. Das Gericht sah das Unterlassen der CE-Kennzeichnung als Wettbewerbsvorteil an. TMK weist darauf hin, dass neben der zur Verfügung stehenden Fläche für das CE-Zeichen es noch weitere Kriterien gibt, die eine CE-Kennzeichnung auf dem Produkt nicht erforderlich machen. Lassen Sie sich gern von uns beraten.

Schädlichkeit von LED-Leuchten

Die Schädlichkeit von LED-Licht hinsichtlich seines UV-Anteils wird häufig falsch eingeschätzt. Zwar gibt es Messwerte, die gemäß der Norm EN 62471 LED Lichtquellen in Gefährdungsklassen einteilen, aber letztendlich ist mitentscheidend, wie die LED-Leuchte hinterher eingesetzt wird. Hier ist eine Risikoanalyse hilfreich. Diese kann die tatsächliche Gefährdung für den Nutzer abschätzen und ggf. unnötige Kosten vermeiden.

Eine gute Einführung in das Thema bietet auch die BAUA-Schrift unter https://www.baua.de/…/Angebote/Publ…/Praxis-kompakt/F90.pdf…

TMK berät Unternehmen, die Produkte neu in Verkehr bringen wollen und erstellt Risikoanalysen und Prüfpläne für ein optimales Risiko-Kosten-Verhältnis.

BGH Urteil: Händler haftet für fehlerhafte Produktkennzeichnung

Nach dem Produktsicherheitsgesetz § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr.2 hat der Hersteller, sein Bevollmächtigter und der Einführer dafür Sorge zu tragen, dass dem Produkt sicherheitsrelevante Produktinformationen beigefügt werden.

Das BGH Urteil vom 12.01.2017, AZ: I ZR 258/15 nimmt nun auch den Händler stärker in die Pflicht und stellt fest, dass auch dieser bei fehlerhafter Produktkennzeichnung wettbewerbsrechtlich haftbar gemacht werden kann.

Neue Funkgeräte Richtlinie 2014/53/EU – verpflichtend umzusetzen ab 13. Juni 2016
  • Sicherstellung einer durchgängigen Rückverfolgbarkeit des Geräts
    [Abschnitt 25]
  • Pflicht einer Konformitätsbewertung für Importeure
    [Artikel 9, Absatz 2]
  • Überprüfung der erforderlichen Unterlagen, Bedienungsanleitung und CE-Kennzeichnung durch den Händler 
    [Artikel 10, Absatz 2]
Neue EMV Richtlinie 2014/30/EU – verpflichtend umzusetzen ab 20. April 2016
  • Sicherstellung einer durchgängigen Rückverfolgbarkeit des Geräts
    [Abschnitt 25]
  • Pflicht einer Konformitätsbewertung für Importeure
    [Artikel 9, Absatz 2]
  • Überprüfung der erforderlichen Unterlagen, Bedienungsanleitung und CE-Kennzeichnung durch den Händler
    [Artikel 10, Absatz 2]
Neue Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU – verpflichtend umzusetzen ab 20. April 2016
  • Steigende Verantwortung der Händler für die Bereitstellung von elektrischen Betriebsmitteln
    [Kapitel 2, Artikel 6, Absatz 1]
  • Händler müssen Behörden Einsicht in Technische Dokumentation ermöglichen
    [Kapitel 2, Artikel 6, Absatz 9]
  • Risikobeurteilung ist Teil der Technischen Dokumentation
    [Anhang III, Nr.2]
  • 10- jährige Aufbewahrungspflicht der Technischen Dokumentation
    [Anhang III, Modul A, Nr.2]