Seperate ROHS Kennzeichnung unzulässig

Was Sie jetzt beachten müssen

Bericht aus der Praxis: „Immer noch kennzeichnen viele Hersteller und Importeure ihre Elektroprodukte mit einem RoHS-Logo. Dabei gilt bereits seit dem 01.01.2013 die RoHS-Richtlinie 2011/65/EG, die einzig das CE-Zeichen als RoHS-Kennzeichnung zulässt. Alle anderen Kennzeichnungen sind nicht mehr gestattet.“

Damit solche eigentlich trivialen Fehler vermieden und somit Schaden von Seiten der Marktaufsichtsbehörden oder Abmahnanwälten vom Importeur oder Hersteller abgewendet kann, führt die TMK Retail Service & Consulting u.a. Kennzeichnungsprüfungen für Produkte vor dem Inverkehrbringen durch.

Neue Drohnenverordnung

Seit 1.10.17 gilt die neue Drohnenverordnung! Neben einigen anderen Anforderungen gilt, dass Drohnen über 250 g Gewicht nun neben einer Kennzeichnung nach dem Produktsicherheitsgesetz (ProdSG), auch noch mit einer Plakette des Nutzers gekennzeichnet sein müssen.
TMK Retail Service & Consulting bietet allen Herstellern, Importeuren und Händlern Hilfestellung zur rechtsicheren Vermarktung Ihrer Produkte

Fehlende CE-Kennzeichnung

Fehlende CE-Kennzeichnung auf dem Produkt ist ein Wettbewerbsverstoß.
Das OLG Köln hat im Urteil vom 25.10.2017 (Aktenzeichen 6 U 194/16) entschieden, dass das CE-Zeichen auf dem Produkt anzubringen ist, wenn die Mindestgröße von 5 mm eingehalten werden kann. Im vorliegenden Fall handelte es sich um einen Beleuchtungskörper. Das Gericht sah das Unterlassen der CE-Kennzeichnung als Wettbewerbsvorteil an. TMK weist darauf hin, dass neben der zur Verfügung stehenden Fläche für das CE-Zeichen es noch weitere Kriterien gibt, die eine CE-Kennzeichnung auf dem Produkt nicht erforderlich machen. Lassen Sie sich gern von uns beraten.

Schädlichkeit von LED-Leuchten

Die Schädlichkeit von LED-Licht hinsichtlich seines UV-Anteils wird häufig falsch eingeschätzt. Zwar gibt es Messwerte, die gemäß der Norm EN 62471 LED Lichtquellen in Gefährdungsklassen einteilen, aber letztendlich ist mitentscheidend, wie die LED-Leuchte hinterher eingesetzt wird. Hier ist eine Risikoanalyse hilfreich. Diese kann die tatsächliche Gefährdung für den Nutzer abschätzen und ggf. unnötige Kosten vermeiden.

Eine gute Einführung in das Thema bietet auch die BAUA-Schrift unter https://www.baua.de/…/Angebote/Publ…/Praxis-kompakt/F90.pdf…

TMK berät Unternehmen, die Produkte neu in Verkehr bringen wollen und erstellt Risikoanalysen und Prüfpläne für ein optimales Risiko-Kosten-Verhältnis.

BGH Urteil: Händler haftet für fehlerhafte Produktkennzeichnung

Nach dem Produktsicherheitsgesetz § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr.2 hat der Hersteller, sein Bevollmächtigter und der Einführer dafür Sorge zu tragen, dass dem Produkt sicherheitsrelevante Produktinformationen beigefügt werden.

Das BGH Urteil vom 12.01.2017, AZ: I ZR 258/15 nimmt nun auch den Händler stärker in die Pflicht und stellt fest, dass auch dieser bei fehlerhafter Produktkennzeichnung wettbewerbsrechtlich haftbar gemacht werden kann.

Neue Funkgeräte Richtlinie 2014/53/EU – verpflichtend umzusetzen ab 13. Juni 2016
  • Sicherstellung einer durchgängigen Rückverfolgbarkeit des Geräts
    [Abschnitt 25]
  • Pflicht einer Konformitätsbewertung für Importeure
    [Artikel 9, Absatz 2]
  • Überprüfung der erforderlichen Unterlagen, Bedienungsanleitung und CE-Kennzeichnung durch den Händler 
    [Artikel 10, Absatz 2]
Neue EMV Richtlinie 2014/30/EU – verpflichtend umzusetzen ab 20. April 2016
  • Sicherstellung einer durchgängigen Rückverfolgbarkeit des Geräts
    [Abschnitt 25]
  • Pflicht einer Konformitätsbewertung für Importeure
    [Artikel 9, Absatz 2]
  • Überprüfung der erforderlichen Unterlagen, Bedienungsanleitung und CE-Kennzeichnung durch den Händler
    [Artikel 10, Absatz 2]
Neue Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU – verpflichtend umzusetzen ab 20. April 2016
  • Steigende Verantwortung der Händler für die Bereitstellung von elektrischen Betriebsmitteln
    [Kapitel 2, Artikel 6, Absatz 1]
  • Händler müssen Behörden Einsicht in Technische Dokumentation ermöglichen
    [Kapitel 2, Artikel 6, Absatz 9]
  • Risikobeurteilung ist Teil der Technischen Dokumentation
    [Anhang III, Nr.2]
  • 10- jährige Aufbewahrungspflicht der Technischen Dokumentation
    [Anhang III, Modul A, Nr.2]